Weiterbildung finanzieren

Berufliche Weiterbildung erfordert zunächst Investitionen – sowohl zeitlich als auch finanziell. In der Regel wird eine berufliche Weiterbildung selbst finanziert. Es gibt aber eine Reihe von Unterstützungsmöglichkeiten, die Du beantragen kannst.

Weiterführende Informationen findest Du auch in der BMBF-Broschüre „Ausbildung, Job – und dann?“.

Welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Häufig übernimmt der Arbeitgeber die Weiterbildungskosten, wenn die Teilnahme im Interesse des Unternehmens liegt. Oft werden nicht nur innerbetriebliche Bildungsmaßnahmen vom Arbeitgeber organisiert und finanziert, sondern auch die Teilnahme an externen Weiterbildungsangeboten gefördert. Von Kursgebühren, Fahrt- und Unterbringungskosten bis hin zu Lernmaterialien und Prüfungsgebühren werden anfallende Kosten dann übernommen, wenn die Weiterbildung im betrieblichen Interesse liegt. Weitere Unterstützungsleistungen reichen von Lernzeiten am Arbeitsplatz bis zur Gewährung eines Mitarbeiterdarlehens. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Förderprogramme des Bundes wie das sogenannte „Aufstiegs-BAföG“, das Weiterbildungsstipendium, das Aufstiegsstipendium und die Bildungsprämie. In vielen Bundesländern gibt es ebenfalls Programme zur finanziellen Förderung vor allem für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen.

Habe ich Anspruch auf Bildungsurlaub?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in den meisten Bundesländern Anspruch auf bezahlte Zeit für die berufliche Weiterbildung – den sogenannten Bildungsurlaub. Wie viel Bildungsurlaub gewährt wird, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. In der Regel sind es fünf Arbeitstage pro Kalenderjahr. Dabei ist unerheblich, ob die Maßnahme einen unmittelbaren Arbeitsbezug hat oder nicht. Sie muss nur als Bildungsurlaub anerkannt und in Verzeichnissen und Datenbanken durch entsprechende Hinweise gekennzeichnet sein. In 14 Bundesländern ist der Bildungsurlaub gesetzlich verankert. Ausnahmen bilden Bayern und Sachsen.

Wofür bekomme ich das Aufstiegs-BAföG?

Mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFGB) werden Meister gemacht. Aber nicht nur: Denn das sogenannte „Aufstiegs-BAföG“ wird nicht nur für Meisterkurse, sondern für ganz unterschiedliche Aufstiegsfortbildungen gewährt – etwa für die Aufstiegsfortbildung zur Staatlich geprüften Technikerin, zum Geprüften Fachkaufmann, zur Geprüften Fachkrankenpflegerin, zum Programmierer, zur Betriebsinformatikerin oder zum Geprüften Betriebswirt.

Gibt es Stipendien für berufliche Weiterbildung?

Die Weiterqualifizierung besonders begabter Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger unter 25 Jahren wird durch das Weiterbildungsstipendium gefördert. Es kann für Meister- oder Technikerlehrgänge ebenso in Anspruch genommen werden wie für fachübergreifende Weiterbildungen, etwa für EDV-Kurse oder einen Intensivsprachkurs. In manchen Fällen wird sogar ein berufsbegleitendes Studium gefördert. Wer seine Berufserfahrung um ein Hochschulstudium ergänzen möchte, für den kann das Aufstiegsstipendium das Richtige sein. Die Unterstützung richtet sich an Berufstätige, die einen besonders guten Ausbildungsabschluss haben und über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügen.

Gibt es besondere Fördermöglichkeiten für Erwerbstätige mit niedrigerem Einkommen?

Die Bildungsprämie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Prämie für Bildung. Denn der Staat trägt einkommensabhängig bis zu 50 Prozent der Kurskosten einer Weiterbildungsmaßnahme. Die Bildungsprämie fördert Selbstständige und Berufstätige, Beschäftigte in Mutterschaftsurlaub und Elternzeit sowie geringfügig Beschäftigte. Kurzum alle, die sich beruflich weiterbilden wollen, die Kosten dafür aber nicht allein tragen können. Beratungsstellen gibt es in ganz Deutschland, dazu die kostenlose Hotline 0800 2623000.

Welche Förderprogramme haben die Bundesländer?

In zahlreichen Bundesländern gibt es Programme zur finanziellen Förderung der beruflichen Weiterbildung, die sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen richten. Auf der Unterseite „Die Finanzierung“ findest Du weiterführende Informationen.