Ups! – Bewerbungsfalle Facebook

Sicherheit im Internet bleibt ein aktuelles Thema. Am 7. Februar 2017 fand erneut der Safer Internet Day mit deutschlandweiten Aktionen statt. Wie Du Deine Privatsphäre schützt und warum das in der Bewerbungsphase wichtig ist, erfährst Du bei uns. 

Facebook Bewerbungen Privatsphäre

Foto: © Astarot / Fotolia.com

Party machen ist toll. Doch Dein Feiergesicht sollte da bleiben, wo es hingehört. Nämlich bei Dir. Wer seine Privatsphäre bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken nicht richtig schützt, kann schnell zum Gelackmeierten werden. Jede/r Berufstätige hat ein Privatleben. Und jede/r kann selbst entscheiden, wie viel er davon bei der Arbeit preisgeben möchte. Wann es sinnvoll ist, seine persönlichen Interessen mitzuteilen, hängt von dem Beruf und dem Kollegium ab. In der Bewerbungsphase ist allerdings besondere Vorsicht geboten, aber auch danach solltest Du vorsichtig sein.

Achte darauf, was Du von Dir preisgibst

Die Bewerbungsphase ist eine besondere Situation. Du suchst einen Arbeitgeber, den Du nicht genau kennst und der Arbeitgeber sucht nach einer Person wie Dir, ohne Dich zu kennen. Um sich vorher ein Bild von Dir zu machen, was Du in Deiner Freizeit so treibst, besuchen immer mehr Personalmitarbeiter und -mitarbeiterinnen die Facebook-Profile der Bewerber/-innen. Da zählt natürlich der erste Eindruck. Wenn der in einem Foto besteht, das Dich beim Feiern und übermäßigem Alkoholkonsum zeigt, ist das eher schlecht. Auch öffentlich gepostete Beiträge werden gelesen, vor allem um Hinweise auf Deine Rechtschreib- und Ausdrucksfähigkeit zu erhalten.

Privatsphäre schützen

Um selber bestimmen zu können, welche Inhalte von Deiner Chronik für andere sichtbar sind, solltest Du Deine Einstellungen bei Facebook überprüfen und bei Bedarf anpassen. Klicksafe, die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz, rät generell zu einem vorsichtigen und bewussten Umgang mit persönlichen Daten im Netz. Auf deren Seite findest Du einen Leitfaden für Facebook. Wir haben die wichtigsten Punkte für Dich zusammengefasst.

Überprüfen: Wie sehen mich die anderen?

Um zu sehen, wie andere Personen Deine Seite sehen, kannst Du in der Browserversion auf das Symbol mit dem Sicherheitsschloss gehen und Dir dort anschauen, wie Dein Profil in der Öffentlichkeit angezeigt wird. Dazu gehst Du auf „Wer kann meine Inhalte sehen?“ und danach auf „Anzeigen aus der Sicht von“. Auf diese Weise kannst Du Dir einen Überblick verschaffen, welchen Eindruck Du mit Deiner Seite nach außen vermittelst. Und vielleicht entdeckst Du bereits Beiträge, die Du gar nicht allen zeigen möchtest. Der „fremde“ Blick auf die Deine Seite kann Dir helfen, Dich zu entscheiden, wie Du vorgehen möchtest.  

Entscheiden: Was sollen die anderen sehen?

Als erstes solltest Du für Dich persönlich klären, ob Du Dein Facebook-Profil weitestgehend für die Öffentlichkeit verschließen möchtest oder ob Du es nutzen willst, um Dich selber darzustellen. Bei einigen Ausbildungsberufen wie z.B. Kaufmann/Kauffrau für Marketingkommunikation oder Mediengestalter/in Digital und Print kann es sinnvoll sein, mit einem gekonnten Facebook-Auftritt seine eigene Medienkompetenz zu demonstrieren. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte, schiebt am besten ein paar Riegel vor.

Gezielt Inhalte verschließen

Wer möchte kann sich mit seinem Facebook-Profil für die Öffentlichkeit quasi unsichtbar machen. Die entsprechenden Schritte sind bei Deinen Einstellungen unter dem Punkt „Privatsphäre“  vorzunehmen. Hier kannst Du unter „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“ das Häkchen entfernen. Wenn Du außerdem noch unter dem Punkt „Wer kann meine Inhalte sehen?“ das Häkchen bei „Freunden“ setzt, bist Du schon mal auf der sicheren Seite.

Gezielt Inhalte freigeben

Die andere Möglichkeit besteht darin, gezielt Inhalte freizugeben und das Facebook-Profil für andere zu öffnen. In diesem Fall solltest Du ein seriöses Profilfoto, wie z.B. Dein Bewerbungsfoto einstellen und unter dem Button „Info“ die Kontaktinformationen eingeben, die bei einer Suche nach Deiner Person angegeben werden sollen. Du kannst spezielle Fotoalben zu bestimmten Themen anlegen, die für Deinen Arbeitgeber interessant sein könnten, wie z.B. zu Deinem sozialen Engagement, und diese für die Öffentlichkeit freigeben. Private Fotos solltest Du weiter schützen. Du kannst auch einzelne Posts für eine bestimmte Zielgruppe öffnen und andere verbergen. Das heißt, Du legst selber fest, wer was sehen kann. Auch hier nimmst Du die wichtigsten Einstellungen unter dem Punkt „Privatsphäre“ vor. Dort kannst Du unter „Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen?“ die Zielgruppe angeben. Bei Fotos öffnest Du auf Deinem Profil das jeweilige Album und gibst unter „Bearbeiten“ die gewünschte Zielgruppe an.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Thema bekommst Du bei Klicksafe, einer Initiative der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Netz.