So funktioniert die duale Ausbildung

Von Anfang an mit anpacken und hautnah im Betrieb lernen, anstatt nur Bücher zu wälzen – für Jugendliche, die nach der Schule gleich ganz praktisch loslegen wollen, ist eine duale Ausbildung genau richtig. Die Informationskampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!“ zeigt jungen Menschen, welche Chancen und Perspektiven eine duale Ausbildung bietet. Weitere Infos zum Thema Ausbildung und Berufsorientierung gibt es auf www.praktisch-unschlagbar.de.


Dual: Auf zwei Beinen steht man besser
Der Begriff „dual“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „zwei enthaltend“. Und damit ist schon umschrieben, worum es geht: Die Ausbildung findet an zwei Lernorten, nämlich im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, statt. Das praktische Lernen wird in der dualen Ausbildung großgeschrieben. Damit unterscheidet sich eine duale Ausbildung grundsätzlich von einer schulischen Ausbildung oder einem Hochschulstudium: Hier steht die Theorie im Mittelpunkt.


Theorieteile wechseln mit Praxisteilen ab
Die meiste Zeit verbringen Azubis in ihrem Ausbildungsbetrieb. Dort arbeiten sie mit den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen und erlernen ihren Beruf so ganz praxisnah. Ergänzt wird die Praxis im Betrieb um das theoretische Hintergrundwissen in der Berufsschule. In der Regel kommen Azubis ein- bis zweimal pro Woche in der Berufsschule zusammen. Die restlichen Tage verbringen sie im Ausbildungsbetrieb. Manchmal ist der Berufsschulunterricht auch als Blockunterricht angelegt – dann findet er alle paar Wochen beziehungsweise Monate über einen längeren Zeitraum am Stück statt. In der Berufsschule stehen zu zwei Dritteln berufsbezogene Inhalte und zu einem Drittel allgemeines Wissen auf dem Stundenplan, zum Beispiel in den Fächern Deutsch, Politik oder Sport.


In der Regel gibt es zwei große Prüfungen
Wie in der Schule gibt es auch in der Ausbildung Prüfungen – allerdings nicht mehr so viele. Meistens haben Azubis zwei große zu meistern: die Zwischenprüfung zur Hälfte der Ausbildungszeit und die Abschlussprüfung zum Ende. Die Prüfungen legen sie vor neutralen Prüferinnen und Prüfern der Berufskammern ab. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung ist es geschafft: Azubis haben ihren Abschluss in der Tasche!


Die Dauer der Ausbildung variiert
Eine Ausbildung dauert zwischen zwei, drei oder dreieinhalb Jahren – je nach Ausbildungsberuf. In manchen Fällen können Azubis die Ausbildungsdauer um sechs Monate beziehungsweise ein Jahr verkürzen, zum Beispiel wenn sie Abitur haben oder besonders gute Leistungen während der Ausbildung erbringen.

Über die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven der beruflichen Bildung informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Kampagne „Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!“ unter www.praktisch-unschlagbar.de

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