Schlangen füttern und Elefanten bespaßen

Am 22.09. ist Elefanten-Ehrentag! Benjamin Blümchen, Dumbo und Co. haben Dich sicher in Deiner Kindheit begleitet. Jetzt kannst Du den echten Dickhäutern und vielen anderen faszinierenden Tieren als Tierpfleger/-in der Fachrichtung Zoo nahekommen.

Eine junge Frau hält einen Leguan in den Händen.

Foto: Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock

Ramon macht eine Ausbildung zum Tierpfleger der Fachrichtung Zoo. Auf „Planet Beruf“ erzählt er, wie ein typischer Tag bei ihm abläuft: Morgens sieht er als erstes nach, ob es allen Tieren gut geht. Er muss dazu sehr genau beobachten können. Vielleicht sitzen Affe oder Nashorn ungewöhnlich herum? Das kann ein Zeichen dafür sein, dass sie sich nicht wohl fühlen und Unterstützung brauchen. In diesem Fall informiert Ramon Vorgesetzte und die holen notfalls Tierärzte. 

Wenn das getan ist, zieht Ramon mit Schubkarre und Schaufel los – irgendjemand muss ja schließlich den Mist der Tiere wegräumen… Gut, dass er anpacken kann und handwerklich geschickt ist, denn auch das ist in seinem Job wichtig. So kann er Tierunterkünfte einrichten und dafür sorgen, dass sie immer in einem guten Zustand sind. 

Nach dem Saubermachen sorgt Ramon dafür, dass die Tiere an ihr Frühstück kommen. Für genau die richtige Futtermenge muss er sorgfältig und verantwortungsbewusst sein. Das gilt auch, wenn Ramon für die Tiere Medikamente vorbereitet. Die wichtigsten Schulfächer für diesen Ausbildungsberuf sind deshalb Mathe und Biologie, als Schulabschluss bringen daher auch viele Azubis Mittlere Reife oder Hochschulreife mit. In der dreijährigen Ausbildung zum Tierpfleger der Fachrichtung Zoo verdienen Azubis rund 900 bis etwa 1.000 Euro/Monat. 

Zimperlich darf man nicht sein. Tierfreunde sollten wissen, dass im Zoo bestimmte Tiere nicht gefüttert werden, sondern selbst das Futter sind. Denn die Schlangen im Zoo bekommen Mäuse, Ratten und Meerschweinchen zu fressen. Bei vielen Tieren reicht es auch nicht, einfach einen Fressnapf hinzustellen. Damit zum Beispiel Waschbären beim Fressen etwas beschäftigt sind, schneiden Tierpfleger zuweilen Löcher in große Früchte und füllen sie mit Nüssen. Das trainiert das Gehirn der Tiere - bei der Nahrungsaufnahme! 

Nach der Mittagspause kommt die Action: Ramon muss dann oft Tiere einfangen, denn hin und wieder müssen sie in andere Gehege umziehen. Es ist aber nicht so, dass er mit dem Lasso einem Tiger hinterherrennt. Stattdessen pirscht er sich mit Handschuhen und Sicherheitsschuhen an Echsen und Pelikane heran. 

Bevor Ramon Feierabend hat, sorgt er dafür, dass die Tiere bis zum nächsten Morgen noch etwas beschäftigt sind. Dafür bastelt er am Nachmittag interessante Spielmöglichkeiten, indem er zum Beispiel Jutesäcke befüllt und in Käfige hängt. Das kann auch mal eine Hängematte sein, in der es sich die Tiere bequem machen können – na gut, mal abgesehen von Elefanten vielleicht…

Weiterführende Informationen

Hier kannst Du Ramons typischen Arbeitstag im Zoo noch genauer anschauen.
Tierpflege-Ausbildungen kann man auch speziell für Tierheime machen.
Auch in der Forschung und in Kliniken werden Tierpfleger/-innen gebraucht.