Ohne Plan geht gar nichts!

Komplexe Gebäude sind mittlerweile bestückt  mit technischen Anlagen. Technische Systemplanerinnen und Systemplaner sorgen unter anderem dafür, dass sie an den richtigen Platz kommen. 

Mann mit Brille vor Computer

Foto: DeanDrobot/iStock/Thinkstock

Heizkessel, Rohrleitungssysteme, Klima-, Brandschutz- oder Sanitäranlagen liegen meist im Verborgenen eines Gebäudes. Bevor sie eingebaut werden, ist die Technische Systemplanerin bzw. der Technische Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik an der Reihe. Die Aufgabe besteht darin, Bauanleitungen am Zeichenbrett und am Computer zu erarbeiten. Wenn Du ein gutes Auge hast und Dich für technische Zusammenhänge interessierst, dann könnte dieser Beruf genau das Richtige für Dich sein! Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und bietet Dir einen bunten Mix an Möglichkeiten.

Schnittstelle zwischen Idee und Umsetzung

Als Technische Systemplanerin  bzw. Technischer Systemplaner arbeitest Du an der Schnittstelle zwischen Ideen und deren Umsetzung. Deine Pläne und Zeichnungen stimmst Du mit den jeweiligen Fachrichtungen ab wie z.B. Konstruktion, Design, Architektur oder Ingenieurwesen, d.h. Du bist ein echter Teamplayer und bewegst Dich zwischen Büro und Baustelle.

Du begibst Dich in ein technisches Arbeitsumfeld, denn Du setzt die Ideen von Konstrukteurinnen, Ingenieuren oder Architektinnen in technische Zeichnungen um. Du musst kein Technikfreak sein, aber ein gutes Verständnis von technischen Zusammenhängen solltest Du mitbringen, ebenso wie gute Noten in Mathe und Physik.

In der Ausbildung werden Dir die Grundlagen der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik vermittelt. Außerdem lernst Du, wie Du montage- und fertigungstechnische Abläufe beurteilst und technische Unterlagen liest, wie z.B. Montagepläne, Tabellen, Handbücher und Schaltpläne.

Sorgfältig und technisch - Deine Aufgaben

Eine der Hauptaufgaben ist das Erstellen von Zeichnungen, Plänen und Unterlagen hauptsächlich am Computer. Zu Beginn steht das manuelle Zeichnen im Vordergrund. Dafür brauchst Du vor allem eine ruhige Hand. Ebenso wichtig sind Sorgfalt und ein genaues Arbeiten. Den Umgang mit computerunterstützten Zeichenprogrammen (CAD) lernst Du ganz genau kennen, inklusive aller Kniffe, um per Mausklick in Nullkommanichts 3D-Zeichnungen herzustellen.

Drei Fachrichtungen

Du solltest bei Deinen Plänen keinen Winkel vergessen, kein Detail übersehen! Das genaue und sorgfältige Arbeiten ist eine wichtige Voraussetzung für Deine Arbeit. Die Fachrichtung, in der Du ausgebildet wirst, wird in Deinem Ausbildungsvertrag festgelegt:

1. Elektrotechnische Systeme

Hier erstellst Du Pläne für informations- und energietechnische Anlagen. In Deinen  Zeichnungen trägst Du Stromlauf,- Schalt- und Verkabelungspläne ein. Für die Montage schreibst Du Bedienungsanleitungen, Stücklisten und Arbeitspläne. Du arbeitest in Ingenieur- und Planungsbüros, in Konstruktionsbüros von Betrieben der Energieversorgung oder der Informations- und Kommunikationstechnik sowie des Maschinen- und Anlagenbaus.

2. Stahl- und Metallbautechnik

Hier hast Du es mit Stahl- und Metallkonstruktionen zu tun. Neben technischen Zeichnungen von Stahl- und Metallbauteilen für die Werkstatt und die Baustelle, planst Du den Montageablauf und koordinierst die Arbeitsschritte im Konstruktionsablauf. . Du arbeitest in Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben des Stahl-, Fassaden- und Metallbaus.

3. Versorgungs- und Ausrüstungstechnik

Hier kümmerst Du Dich um Anlagen der Gebäudeausrüstung, wie z.B. haustechnische Installationen oder industrielle Versorgungsnetze. Du hast ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Anlagen beanspruchungsgerecht ausgelegt sind. Außerdem betreust und  koordinierst Du die Montage. Du arbeitest  in Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben der Gebäude- und Anlagentechnik.

Weitere Infos zu dem Ausbildungsberuf findest Du bei BERUFENET.