Keine Scherereien mit Weihnachtsgeschenken

Über Geschenke freut man sich, ist doch klar. In der Weihnachtszeit kommt es auch im Job vor, ein Präsent als Anerkennung für gute Zusammenarbeit oder die eigene Leistung zu erhalten. Aber was ist eigentlich erlaubt?

Geschenk auf Schreibtisch

Was da wohl drin ist? Schokolade wäre wahrscheinlich in Ordnung, ein Smartphone eher nicht: Die meisten Betriebe haben Regeln für die Annahme von Geschenken.

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Wenn Du als Azubi ein Geschenk erhältst, solltest Du Deinen Vorgesetzten Bescheid sagen. Die wissen nämlich, ob es in Deinem Betrieb Regeln zur Annahme von Geschenken gibt. Das ist inzwischen durchaus üblich, manchmal steht es sogar im Arbeitsvertrag. Dort könnte zum Beispiel festgehalten sein, dass Geschenke im Wert von bis zu 25 Euro in Ordnung sind und angenommen werden dürfen, Geschenke von höherem Wert aber nicht.

Keine Bevorzugung durch Geschenke

Aber warum braucht es bei diesem Thema überhaupt Regeln? Es geht darum, dass das Geschenk natürlich keine Gegenleistung sein darf, etwa dafür, dass ein Kunde bevorzugt, ein Dienstleister erneut beauftragt oder bei einem bestimmten Händler eingekauft wird. Strikte Regeln verhindern daher schon den Anschein, dass man für ein Geschenk eine bestimmte Gegenleistung erbringt oder erbracht hat. Aus diesem Grund ist oftmals die Annahme von Bargeld untersagt.

Das Verbot der Annahme von Geschenken gilt insbesondere für den öffentlichen Dienst. Im Strafgesetzbuch ist geregelt, dass Amtsträger wie z.B. Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung, Polizisten oder Feuerwehrleute kein Geschenk für ihre Dienstausübung annehmen dürfen.

Ausdruck von Zufriedenheit

In der freien Wirtschaft sollten die Firmen ihre Regeln gut zugänglich veröffentlichen, etwa als Anhang des Arbeitsvertrages oder im Intranet. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen im Zweifel aber auch nachfragen, damit sie wissen, was erlaubt ist und was nicht.

Auch die meisten Schenkenden wissen, dass es Regeln gibt und verschenken daher nur Geschenke mit einem Wert unterhalb der erlaubten Grenze. Denn eigentlich wollen sie ja nur „Danke“ für die Zusammenarbeit sagen und ausdrücken, dass sie sich auf die weitere Zusammenarbeit freuen.

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