Kaufmännische Berufe auf der Rangliste der dualen Ausbildungsberufe 2018 ganz oben

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wertet jedes Jahr die neu geschlossenen Ausbildungsverträge aus und entwickelt daraus eine Rangliste der dualen Ausbildungsberufe. Wie in den Jahren zuvor, lagen 2018 die Kaufleute an der Spitze.

Rangliste der dualen Ausbildungsberufe 2018

BMBF

Platz eins belegte mit knapp 28.000 Auszubildenden der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, dicht gefolgt von den Kaufleuten im Einzelhandel. Die Plätze drei bis fünf besetzten die Ausbildungsberufe Kfz-Mechatronikerinnen/ Kfz-Mechatroniker, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Industriekaufleute. Kaufmännische Ausbildungsberufe stehen beim Ranking schon lange an oberster Stelle. Auch der 2018 neu eingeführte Ausbildungsberuf Kaufmann/ Kauffrau im E-Commerce schaffte es auf Anhieb auf Platz 78 der Rangliste des BIBB.  

Höherer Männeranteil 
Da die Wahl für einen Ausbildungsberuf auch immer von dem aktuell verfügbaren regionalen 
Ausbildungsplatzangebot abhängt, trifft die Rangliste keine Aussage über den Beliebtheitsgrad der
Ausbildung. Sie macht vielmehr Tendenzen deutlich sowie regionale und geschlechterspezifische 
Besonderheiten. Mit 63 % ist der Männeranteil deutlich höher als der Frauenanteil mit 37 %.

Die Verteilung der Geschlechter 
Bei den männlichen Auszubildenden wurden die meisten Ausbildungsverträge in technischen
Berufen abgeschlossen. Sehr gefragt war der Beruf des Kfz-Mechatronikers, gefolgt vom Elektroniker und dem Fachinformatiker. Die weiblichen Auszubildenden unterzeichneten vor allem Ausbildungsverträge im Beruf Kauffrau für Büromanagement, gefolgt von den 
Ausbildungsberufen Medizinische Fachangestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte. 

Bewusstsein für Rollenklischees stärken 
Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Berufswahl nach wie vor tradierte Rollenmuster eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Das soll sich ändern. Dafür setzt sich unter anderem die Initiative Klischeefrei ein - ein Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung. Diese engagiert sich dafür, dass die Berufswahl frei von Geschlechterklischees erfolgt. Junge Menschen können ein Bewusstsein für Rollenmuster entwickeln und werden dabei unterstützt, ihre Entscheidung selbstbewusst und frei von tradierten Vorstellungen zu treffen.