In Teilzeit voll durchstarten

Work-Life-Balance ist auch in der Ausbildung ein Thema. Sie spielt bei Auszubildenden eine Rolle, die ein Kind haben oder einen Familienangehörigen pflegen. Ihnen bietet die Teilzeitausbildung eine Chance, Familie und Berufsabschluss zu vereinbaren. 

Vater und Sohn

Foto: iStock.com/AleksandarNakic

Wer neben der Ausbildung noch Kinder versorgt oder Angehörige pflegt, kommt schnell an seine Grenzen. Doch das muss nicht sein. Denn mit der Ausbildung in Teilzeit hast Du die Möglichkeit, beides besser miteinander zu verbinden. Und du kannst mit deiner familiären Situation punkten: Du bist du es gewohnt, den Alltag zu organisieren und Verantwortung zu tragen. Davon profitiert auch dein Ausbildungsbetrieb.

So funktioniert die Teilzeitausbildung

Bei einer Teilzeitausbildung kann die Ausbildungszeit im Unternehmen gekürzt werden. Die wöchentliche Ausbildungszeit inklusive Berufsschulunterricht kann zwischen 20 und 35 Stunden betragen. Der Berufsschulunterricht erfolgt in der Regel in Vollzeit.

Zunächst einigst du dich mit deinem Ausbildungsbetrieb auf die Anzahl der Wochenstunden, die du im Unternehmen bist. Dann legt ihr zusammen verbindlich fest, an welchen Tagen und zu welchen Stunden du im Unternehmen anwesend bist. Die Gesamtdauer deiner Ausbildung verlängert sich in der Regel nicht. Sie kann aber im Einzelfall verlängert werden, wenn du das Ausbildungsziel sonst nicht erreichen kannst. Freunde und Familie können dich bei der Betreuung Deines Kindes oder des Angehörigen unterstützen. Die Teilzeitausbildung wird im Berufsausbildungsvertrag festgehalten.

Wenn die Ausbildungsvergütung nicht fürs Leben reicht, kannst du verschiedene Unterstützungsleistungen (z.B. BAB und Arbeitslosengeld II) beantragen. Lass Dich hierzu beraten.

So findest du einen Ausbildungsplatz in Teilzeit

Ausbildungsplätze in Teilzeit findest du beispielsweise über deine Agentur für Arbeit, dein Jobcenter oder die zuständige Stelle. Dies ist - je nach Ausbildungsberuf, den du anstrebst- beispielsweise die Industrie- und- Handelskammer, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer, eine Kammer der freien Berufe oder eine zuständige Stelle des öffentlichen Dienstes. Eine Übersicht über die einzelnen dualen Ausbildungsberufe und der jeweiligen  Zuständigkeitsbereiche findest du hier.

Du kannst dich auch direkt beim Unternehmen initiativ um einen Ausbildungsplatz in Teilzeit bewerben. Erfolgreich sind Bewerbungen häufig, wenn bereits Kontakte zu einem Unternehmen bestehen oder dort ein Praktikum absolviert wurde.

Weitere Infos gibt es hier.