Handwerk mit Geschmack

Lebkuchen, ein Stück Stollen und köstliche Plätzchen: Im Dezember ist der Monat schlechthin, um zu schlemmen – vor allem für Naschkatzen! Welche Profis uns das ganze Jahr über das Leben versüßen, erfährst Du in unserem Berufsporträt. 

Konditor backt Plätzchen

Foto: Illya_Vinogradov/iStock/Thinkstock

Für manche ist es nur eine Torte. Aber für Jonas Lange (25) ist es seine Leidenschaft: „Wenn ich nach Hause komme, surfe ich im Internet. Allerdings schaue ich mir auf Instagram oder bei Facebook nicht Autos oder Fußball wie viele meiner Freunde an, sondern Torten“, erzählt er. „Aus dem Netz hole ich mir Inspirationen, damit ich meine Kreationen immer schöner, besser und schneller machen kann.“

Jonas ist Konditor in Berlin. In seinem Beruf zaubert er all die süßen Kunstwerke und ausgefallenen Geschmackserlebnisse, die Genießerinnen und Genießer das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen: köstliche Törtchen, feinstes Gebäck, Kreationen aus Marzipan, Trüffel oder Nougat, perfekt geformte Pralinen. Und gerade die festliche Jahreszeit im Dezember ist für Konditorinnen und Konditoren die Gelegenheit, ihr ganzes Können unter Beweis zu stellen.

Ein Händchen für kunstvolle Verzierungen gefragt

Am Anfang von Jonas Suche nach der perfekten Torte stand eine dreijährige duale Ausbildung. Darin hat er alles gelernt, was ein Süßspeisen-Spezialist praktisch und theoretisch wissen muss. Zum Beispiel, welche Zutaten miteinander harmonieren, wie man das richtige Mischverhältnis findet und Torten, Kuchen und Pralinen professionell glasiert und dekoriert. Aber auch lebensmitteltechnische Grundlagen standen auf dem Lehrplan. Wie wird eigentlich Mehl hergestellt? Was unterscheidet den 550er vom 630er Mehltyp? Warum ist Konfitüre nicht gleich Konfitüre? Mindestens genauso wichtig für den Beruf: ein Sinn für Ästhetik und Gestaltung. Denn Modelle, zum Beispiel aus Marzipan, oder Skizzen, die der Kundschaft ausgefallene Produktideen veranschaulichen, sind das tägliche Brot im Konditorenhandwerk.

„Einer der schönsten Berufe, die es gibt!“

Wer ambitioniert ist und nach der Ausbildung weitere Herausforderungen sucht, kann entweder die Meisterprüfung machen und im Anschluss Fach- und Führungsaufgaben übernehmen oder sich zum Lebensmitteltechniker bzw. zur Lebensmitteltechnikerin mit dem Schwerpunkt Bäckereitechnik weiterbilden. Und wen es in die Ferne zieht, dem steht mit dieser Ausbildung  die weite Welt offen. In Hotels im Ausland haben ausgebildete Fachkräfte immer gute Chancen.

Für Jonas steht ein Ortswechsel erst einmal nicht an. Er geht hier in seinem Beruf völlig auf. Die Begeisterung, mit der er bei der Sache ist, kommt bei seinen Kunden an. Bei anstehenden Feierlichkeiten lassen sie sich gern von ihm beraten – oder probieren seine Köstlichkeiten direkt bei ihm.

Weiterführende Informationen:

Der Tagesablauf eines Konditors / einer Konditorin

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung als Steckbrief zusammengefasst: