Hallo Hollywood!

Noch bis zum 1. August 2017 kannst Du Filme für das Festival up-and-coming einreichen. Mit den Nachwuchspreisen dort haben schon einige steile Karrieren begonnen. Warum nicht auch Deine?

Up and Coming Festival

Foto: up-and-coming

Wenn Du Spaß am Filmedrehen hast und dieses Interesse vielleicht sogar zum Beruf machen willst, hast Du dieses Jahr eine besonders gute Gelegenheit dazu. Vom 23. bis 26. November 2017 läuft in Hannover wieder das Filmfestival up-and-coming, das nur alle zwei Jahre stattfindet. Was an diesem Festival so toll ist? Erstens gibt es mit dem Deutschen Nachwuchsfilmpreis und dem Bundes-Schüler-Filmpreis gleich zwei interessante Wettbewerbe für unentdeckte junge Filmtalente in Deutschland. Zweitens ist das seit den 80ern etablierte Festival mit vielen Förderprojekten vernetzt, die junge Filmemacherinnen und -macher auch außerhalb der Festivalzeit unterstützen. Und drittens gehören zu den Leuten, die hier mal ganz klein angefangen haben, zum Beispiel Oscar-Preisträger wie Fatih Akin (Gegen die Wand, Blutbrüdaz) und Volker Engel (Special Effects bei Independence Day).

So bist Du dabei

Warum also nicht einfach mal Dein Glück versuchen? Noch bis zum 1. August 2017 kannst Du einen oder mehrere Filmbeiträge für die Nachwuchswettbewerbe einreichen. Einzige Voraussetzung: Du bist nicht älter als 27 Jahre alt und für den Bundes-Schüler-Filmpreis muss der Film im Kontext von Schule entstanden sein. Ansonsten hast Du für Deinen Beitrag viel kreative Freiheit: Du kannst alleine filmen oder im Team. Genre, Thema und Länge sind ebenfalls nicht vorgegeben und die technische Produktion muss nicht perfekt sein. Hauptsache, es ist ein guter Film, der originelle Ideen filmisch in Szene setzt.

Erlaubt sind mp4-Filme auf DVD oder Web-Links zum Downloaden, zum Beispiel per Vimeo, Dropbox oder YouTube. Außerdem musst Du einen Anmeldebogen ausfüllen, in dem Du das Team vorstellst und die Entstehungsgeschichte und Idee des Films erklärst. Der Nachwuchsfilmpreis wird in drei unterschiedlichen Altersgruppen je einmal vergeben, zusätzlich kann ein Beitrag den Bundes-Schüler-Filmpreis gewinnen.

Berufliche Perspektiven in der  Medienbranche

Neben Filmfestivals wie dem up-and-coming kann Dir natürlich auch eine berufliche Aus- und Weiterbildung den Weg ins Film- und Fernsehgeschäft ebnen. Filme und Fernsehsendungen brauchen nicht nur Regisseure und Schauspielerinnen, sondern jede Menge Leute, die sich vor und nach den Drehs um die Produktion und die Vermarktung kümmern. Auch deswegen ist der Abspann im Kino manchmal kilometerlang. In der dreijährigen dualen Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau für audiovisuelle Medien lernst Du zum Beispiel, wie man Videos, Filme und Serien organisatorisch plant, wie man die Technik dafür beschafft, wie man sich rechtlich absichert, wenn man Lieder als Filmmusik einsetzt, und wie man Werbung macht. Für die Kommunikation in der häufig international arbeitenden Filmbranche ist es von Vorteil, wenn Du Englisch sprichst. Außerdem solltest Du als Kaufmann bzw. Kauffrau natürlich Spaß am Rechnen und Kalkulieren haben.

Nach einer solch kaufmännischen Ausbildung – oder einer anderen Ausbildung im Medienbereich – kannst Du Dich zum Beispiel zum Medienfachwirt bzw. zur Medienfachwirtin für den digitalen Bereich weiterbilden, um Dein Wissen über die Geschäfts- und Produktionsabläufe und die Marketingtricks bei Bewegtbild-Formaten im Internetzeitalter zu vertiefen. Gesucht werden solche Spezialistinnen und Spezialisten nicht nur von Fernsehsendern und der Filmwirtschaft, sondern auch in der Werbeindustrie und von Softwareherstellern. Schließlich leben wir im Bewegtbild-Zeitalter, minütlich werden neue Videos hochgeladen und online geteilt. Da braucht man genug Leute, die im Umgang mit Film professionell ausgebildet sind und die sich mit Planen, Steuern, Durchführen und Kontrollieren einer Digitalmedienproduktion gut auskennen.

Weiterführende Informationen:

  • Die offizielle Festival-Seite
  • Mehr über Filmklasse Deutschland, eines der Förderprojekte, die eng mit dem Festival up-and-coming zusammenarbeiten
  • Videoporträt über Kaufleute für audiovisuelle Medien beim Norddeutschen Rundfunk, die für die Radio- und Fernsehprogramme des NDR verantwortlich ist
  • Informationen zu den Fachwirten und Fachwirtinnen Medien (Digital) findest im Berufenet.