Für eine starke berufliche Bildung

Gut ausgebildete Fachkräfte werden dringend gesucht. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015–2018 will Ausbildungschancen und -bedingungen verbessern.

Eine junge Frau sitzt in einem Büro. Hinter ihr sind mehrere Kollegen in einer Besprechung.

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522.000 neue Ausbildungsverträge wurden 2015 abgeschlossen. Damit hat Deutschland ungefähr so viele neue Azubis wie Hannover Einwohner/-innen! Trotz dieser positiven Nachricht haben viele junge Menschen im vergangenen Jahr keine Ausbildungsstelle gefunden oder sind noch auf der Suche. Und auch viele Betriebe konnten ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Doch nun liegen Lösungsvorschläge auf dem Tisch!

Seit 2014 macht sich die Allianz für Aus- und Weiterbildung für die berufliche Bildung stark. Darin engagieren sich der Bund, die Bundesagentur für Arbeit, die Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften für ein hochwertiges duales Ausbildungssystem. Anfang Juni hat das Bündnis weitere wichtige Arbeitsschwerpunkte für die Zeit bis Ende 2017 vereinbart. Einige davon stellen wir Dir kurz vor. 

Mehr Ausbildungsplätze und Zusatzangebote
Ein erstes wichtiges Ziel des Bündnisses ist es, insgesamt mehr betriebliche Ausbildungsplätze anzubieten. Über 500.000 betriebliche Ausbildungsplätze will die Wirtschaft 2016 bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Um sicherzustellen, dass Du Deine Ausbildung auch in kleineren Betrieben, vielleicht in Deiner näheren Umgebung, machen kannst, unterstützt die Allianz schwerpunktmäßig kleine Unternehmen bei ihren Ausbildungsaktivitäten. 

Abiturientinnen und Abiturienten, Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern möchte die Allianz vermitteln, wie vielversprechend und attraktiv eine duale Ausbildung ist. So soll es in Zukunft leichter werden, Zusatzqualifikationen bereits während der Ausbildung zu erlangen. Über Zusatzqualifikationen kannst Du Dir nebenbei zum Beispiel betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen, EDV-Zertifikate erwerben oder Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Für Dich bedeutet das, dass Du mit einer Weiterqualifizierung nicht erst nach der Ausbildung beginnen kannst. Dadurch kannst Du bereits frühzeitig Deine Berufschancen und Karriereaussichten verbessern. Apropos Karriere: Die Allianz für Aus- und Weiterbildung setzt sich auch dafür ein, dass mehr junge Menschen nach ihrer Ausbildung die Möglichkeit einer Aufstiegsfortbildung wahrnehmen. Mit einer Aufstiegsfortbildung verbesserst Du Deine Qualifikationen und Deine Aussicht auf eine Führungsposition in Deinem Ausbildungsberuf – und damit in der Regel auch Dein Gehalt! 

Auf dem Programm: Auszubildenden-Ticket und auswärtige Unterbringung
In bestimmten Branchen und Regionen finden ausbildungsinteressierte Jugendliche kein passendes Unternehmen – und umgekehrt. Es kann also durchaus sinnvoll sein, bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle den Radius Deiner Suche zu erweitern. Vielleicht findest Du ja in einem anderen Ort Deines Bundeslands einen Ausbildungsbetrieb. Die Einführung von Auszubildenden-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr steht ebenfalls auf dem Programm der Allianz. Und wenn es Dich noch weiter weg zieht und Du während Deiner Ausbildung nicht bei Deinen Eltern wohnst, dann kannst Du Berufsausbildungsbeihilfe bei der Agentur für Arbeit beantragen!

Die Maßnahmen im Überblick

Das vollständige Maßnahmenpaket der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015–2018 findest Du hier.

Bilanz der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015–2018

Die Bilanz der zentralen Maßnahmen nach eineinhalb Jahren Laufzeit.

Zehn Arbeitsschwerpunkte für eine starke berufliche Bildung

Die zukünftigen Maßnahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung werden hier beschrieben.

Zusatzqualifikationen

Was sind Zusatzqualifikationen und wer bietet sie an? Weiterführende Informationen findest Du hier.

Während der Ausbildung ins Ausland

Hier gehts zum Beraternetzwerk der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern rund um Auslandsaufenthalte während der Ausbildung.