Flower Power

Jürgen Herold hat als Florist seinen Traumberuf gefunden. Uns erzählt er im Interview, wie er es in seinem Beruf auf die Weltbühne geschafft hat und wieso er mittlerweile Sträuße in Japan und China bindet.

Jürgen Herold Florist

Foto: Privat

Wie hast Du gemerkt, dass Florist der richtige Beruf für Dich ist?

Jürgen Herold: Mein Ausbildungsleiter hat mich auf internationale Messen und Wettbewerbe mitgenommen. Einmal habe ich einen Vortrag über Raumdekorationen für Darkwave-Clubs gehört und dachte: „Mann, super!“ Dadurch habe ich gemerkt, wie viele Einsatzmöglichkeiten es für Floristen neben der Beschäftigung im Blumenladen oder Gartencentern noch gibt.

Inzwischen stehst Du selbst auf der Bühne. 2012 bist Du Deutscher Meister der Floristen geworden. 2015 warst Du beim World Cup der Floristen mit dabei. Dort fertigen Floristinnen und Floristen aus der ganzen Welt live vor Publikum Sträuße, Raumschmuck und andere Kunstwerke aus Blumen.

Jürgen Herold: Dass ich die Deutsche Meisterschaft gewonnen habe, hat mich beruflich wirklich weiter gebracht. Danach kamen Aufträge von Fachmedien, für Shows und Raumgestaltungen. Also habe ich mich getraut, mich für den World Cup anzumelden. Dort hat mich der Leiter einer chinesischen Schule für Floristik angeheuert. Meine Frau und ich geben dort inzwischen Grundlagen- und Fortgeschrittenenkurse.

Du hast auch schon in Japan gearbeitet – hast Du noch mehr internationale Ambitionen?

Jürgen Herold: Aus Deutschland wegzuziehen, kann ich mir nicht vorstellen. Aber im Ausland arbeiten? Gerne! Die Jobs sind meistens sehr gut bezahlt und man lernt wieder neue Perspektiven kennen. 

Vielen Dank für das Gespräch! 

Mehr Informationen zum Beruf Florist/-in

Eine Übersicht zu dieser Ausbildung findest Du bei BerufeNET.

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