Euroskills 2016

Vom 1. bis zum 3. Dezember finden in Göteborg die Europameisterschaften der Berufe statt. Junge Fachkräfte zeigen dort ihr berufliches Können. Mit dabei: Der 23-jährige Stuckateur und Trockenbauer David Reingen. Wir haben mit ihm gesprochen. 

David Reingen

Stuckateur und Trockenbauer David Reingen.

EuroSkills

1)    Was macht einen guten Stuckateur/Trockenbauer aus?

Vor allem sollte er einen Sinn für Form und Farbe haben. Außerdem ist es wichtig, dass er sehr genau ist und räumlich denken kann. Und er sollte sauber arbeiten, körperlich belastbar und zuverlässig sein!

 2)    Was liebst Du an Deinem Beruf?

Der Beruf ist total abwechslungsreich. Als Stuckateur ist man heute fast ein Generalhandwerker: Wir mauern, hängen Decken ab, bauen Brandschutztüren ein und machen Stuckarbeiten. Mir gefällt auch, dass man am Ende des Tages sieht, was man geschaffen hat. Das ist nicht der Fall, wenn man im Büro sitzt.

3)    Erzähl uns von einem beruflichen Projekt, auf das Du besonders stolz bist.

Wir haben in einem Ort hier in der Umgebung eine Bossenfassade gemacht mit Lisenen und verschiedenen Putzarten. Wenn ich jetzt an dem Gebäude vorbeikomme, denke ich immer: Das hast du gemacht!

 4)    Wie hast Du Dich auf die Euroskills vorbereitet?

Durch wochenlanges Training. Zusammen mit meinen Teamkollegen habe ich alles trainiert: Stuckarbeiten, Trockenbauarbeiten, Spachtelarbeiten. Es gibt ein Testprojekt von der Aufgabe, die wir bekommen. Dieses Testprojekt haben wir immer wieder aufgebaut und daran auch verschiedene Sachen verändert, damit ich beim Wettbewerb flexibel bin.

5)    Welchen Ratschlag gibst Du jungen Menschen: Was ist der beste Weg in den Beruf?

Jungen Menschen würde ich sofort sagen: Geht ins Handwerk! Da kann man gut verdienen. Außerdem macht die Arbeit viel Spaß. Wer Interesse hat, sollte verschiedene Praktika machen. Anders kann man nicht wissen, ob es für einen das Richtige ist.

6)    Warum braucht die Gesellschaft junge Fachkräfte wie Dich?

Ich habe drei Jahre eine duale Ausbildung gemacht und war ein Jahr auf der Meisterschule. Die Gesellschaft braucht Fachkräfte wie mich, um auch in Zukunft einen hohen Qualitätsstandard am Bau zu haben.

Vielen Dank für das Gespräch!