EuroSkills 2016 – Der Silbermedaillengewinner im Interview: „Wenn man gut programmiert, läuft es an der Maschine.“

Im vergangenen Dezember fanden in Göteborg die EuroSkills statt. Bei den Europameisterschaften der Berufe stellen junge Fachkräfte ihr Können unter Beweis. Mit von der Partie war der 22-jährige Zerspanungsmechaniker Patrick Aiple aus Tuttlingen.

Patrick Aiple mit Ausbilder

Foto: Jörg Wehrmann

Was macht einen guten Zerspanungsmechaniker aus?

Zerspanungsmechaniker fertigen Präzisionsbauteile meist aus Metall durch spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. Dabei arbeiten sie in der Regel mit CNC-Werkzeugmaschinen. Ein guter Zerspanungsmechaniker sollte daher Interesse an Technik und an lebenslangem Lernen haben. Der Beruf wandelt sich ständig. Das ist nicht immer grundlegend, aber es kommen Kleinigkeiten hinzu. Wie bei Software-Updates gibt es auch an Maschinen ständig Neuerungen.

Was liebst Du an Deinem Beruf?

Er ist sehr vielseitig und macht mir großen Spaß. Ich programmiere Werkstücke am Laptop, gehe wieder an die Maschine und fahre die Programme ein. Mein Arbeitstag vergeht wie im Flug.

Wie hast Du Dich auf die EuroSkills vorbereitet?

Die Vorbereitungszeit war sehr intensiv. Ich war freigestellt und in Österreich, um an einer Maschine zu üben, wie sie im Wettbewerb verwendet wird. Zuhause habe ich am Laptop programmieren geübt. Das ist die Hauptsache. Wenn man gut programmiert, läuft es an der Maschine.

Welchen Ratschlag gibst Du jungen Menschen: Was ist der beste Weg in den Beruf?

Gut ist, vorab ein Praktikum im Betrieb zu machen. Wer einen Beruf mit Maschinen ergreifen möchte, sollte sich überlegen, welche Firma die richtige ist. Denn wer neue Technologie will, braucht ein Unternehmen, das so etwas bietet.

Vielen Dank für das Gespräch!