Erfahrungen sammeln

Nichts geht über Praxiserfahrung, wenn Du herausfinden willst, welche Art von Tätigkeit Dir wirklich Spaß macht und welche Branche Du besonders interessant findest.

Mädchen beim Girls'Day

Bei verschiedenen Aktionstagen wie zum Beispiel dem Girls’ Day bekommst Du einen ersten Einblick in die Praxis.

Marc Beckmann / Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag

In die Praxis hineinschnuppern kannst Du bei Schülerpraktika, „Tage der offenen Tür“ oder Aktionstagen wie dem Girls’Day oder Boys’Day. Indem Du an einem oder auch an mehreren Tagen in den echten Arbeitsalltag hineinschaust, kannst Du ein Gefühl dafür entwickeln, welche Fähigkeiten Du in einem Berufsfeld brauchst und ob Deine eigenen Stärken dazu passen. So hast Du auch die Möglichkeit, Dich mit Menschen auszutauschen, die in Deinem Beruf arbeiten. Das kann Deine Entscheidung für oder gegen einen Beruf oder eine Branche enorm erleichtern.

Einen besonders intensiven Einblick in den Arbeitsalltag gewährt Dir ein Praktikum. Hier schaust Du nicht nur Fachleuten bei ihrer Arbeit über die Schulter, sondern arbeitest selbst mit. Auf diese Weise findest Du am besten heraus, ob Dein Wunschberuf auch (in der Praxis) den Vorstellungen entspricht, die Du von ihm hattest. Und Du läufst nicht Gefahr, Dich für einen Beruf zu entscheiden, der nicht wirklich zu Dir passt. Praktika haben außerdem den Vorteil, dass Du im Betrieb erste Kontakte in die Berufswelt knüpfst und damit Deine beruflichen Einstiegschancen verbesserst, weil Du schon Erfahrungen gesammelt und Interesse gezeigt hast. Denn die Angabe, „etwas schon einmal gemacht zu haben“, hilft eigentlich bei jedem Vorstellungsgespräch. Lass Dir daher auf jeden Fall am Ende Deines Praktikums eine Praktikumsbescheinigung ausstellen.

Arbeitserfahrung kannst Du auch im Freiwilligendienst machen. Wenn Du zum Beispiel zum Ende der Schulzeit keine Berufswahl getroffen oder keinen Ausbildungsplatz oder Studienplatz gefunden hast, kannst Du Dich ehrenamtlich einbringen. So gestaltest Du den Übergang von der Schule in den Beruf sinnvoll und findest eventuell sogar heraus, was Du später werden willst.

Wählen kannst Du zwischen einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder Ökologischen Jahr (FÖJ) sowie dem Bundesfreiwilligendienst (BFD). Ein Freiwilliges Jahr dauert mindestens sechs Monate und kann auf 18 – in Ausnahmefällen auch auf 24 – Monate ausgedehnt werden. In dieser Zeit arbeitest Du etwa in einem Kindergarten, einer Pflegeeinrichtung, im Museum, einem Tierheim oder einer sonstigen gemeinnützigen Einrichtung mit und kannst dort viel Gutes tun. Zu den wichtigsten Stärken, die Du während eines Freiwilligendienstes erlernst, gehören die Arbeit im Team, der Umgang mit Konflikten, aber auch die Koordinierung und Einteilung eines Arbeitstages. Nähere Informationen zu den drei Freiwilligendiensten findest Du auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Übrigens: Ein Freiwilliges Jahr ist gesetzlich geregelt und wird staatlich gefördert und Du kannst es nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland absolvieren.

Orientieren und bewerben