Brauer/-in – ein Beruf zwischen Tradition und Moderne

Der Kronkorken wird 125. Zu diesem Anlass stellen wir Euch den Beruf Brauer/-in und Mälzer/-in vor.

Mehrere Bierfässer stehen nebeneinander

Foto: Hemera Technologies/AbleStock.com/Thinkstock

Vor 125 Jahren am 19. Mai 1891 wurde das Patent für Kronkorken angemeldet. Verglichen mit der Tradition des Bierbrauens, steckt der Kronkorken damit heute noch in den Kinderschuhen. Denn erste Bierrezepte wurden schon um 2.000 v. Chr. in Keilschrift festgehalten. Heute ist das Bierbrauen standardisiert und technisiert, um präzise Produktionsabläufe zu gewährleisten. Aber was machen eigentlich Brauer/-innen und Mälzer/-innen heute und wie erlernt man diesen außergewöhnlichen Beruf?

Heute hier, morgen dort
In Deutschland gibt es 1.388 Brauereien – fast jede zweite davon liegt in Bayern. Die deutschen Brauereien und die deutsche Bierbraukunst haben weltweit einen guten Ruf und stehen für beste Qualität und hohen technischen Standard. Auch das deutsche Ausbildungssystem genießt internationale Anerkennung. Zusammen also beste Voraussetzungen auch im Ausland beruflich Fuß zu fassen. Aber auch Deine Weiterbildungsmöglichkeiten im Inland sind vielseitig. So kannst Du Dir zum Beispiel den Titel des Brauermeisters oder der Mälzermeisterin holen oder eine Weiterbildung zum Betriebsbraumeister machen.

Kochen, Läutern, Mischen, Kühlen, Gären
Deutsche Biere sind rund um den Globus bekannt und dürfen nach dem Reinheitsgebot hierzulande ausschließlich aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut werden. Im ersten Schritt stellst Du das Malz her, das Du mit Wasser zur sogenannten Maische kochst. Nach dem Läutern – dem Trennen von flüssigen und festen Bestandteilen – verwendest Du nur den flüssigen Teil, die Würze, weiter. Diese wird mit Hopfen vermischt, gekühlt und muss dann gären. Um sicherzustellen, dass das Bier immer die gleiche Qualität hat, werden heute hauptsächlich computergesteuerte Anlagen eingesetzt, die Du als Azubi bedienst, kontrollierst und reinigst. Für den individuellen Geschmack eines Bieres ist übrigens maßgeblich die Hefe verantwortlich. Brauereien hinterlegen deshalb ihren „Hefetyp“ sogar bei einer sogenannten Hefebank, damit sie ihre Hefe bei Verlust jederzeit zurückbekommen können. 

Interesse geweckt? Was Azubis mitbringen sollten
Weil viele Arbeitsabläufe maschinell erfolgen, ist das Interesse und Verständnis von technischen Anlagen eine wichtige Voraussetzung für Brauer/-innen und Mälzer/-innen. Selbst kleine Temperaturschwankungen haben Auswirkungen auf den Charakter des Bieres, weshalb in Brauereien sehr sorgfältig gearbeitet werden muss. Wenn Du Dich für diesen Beruf interessierst, solltest Du außerdem Eigenverantwortung und Genauigkeit mitbringen. Diese Eigenschaften sind besonders wegen der regelmäßigen Kontrollen der Maschinen und des Produktes gefragt.

Ausbildungsfilm

Hier findest Du einen Ausbildungsfilm zum/zur Brauer/-in und Mälzer/-in.

Tagesablauf als Brauer/-in und Mälzer/-in

So läuft der Tag als Brauer/-in und Mälzer/-in ab.