Beruflich weiterkommen

Deine Ausbildung ist abgeschlossen, der Berufseinstieg gelungen – und was kommt als Nächstes? Mit einer beruflichen Weiterbildung erwirbst Du nicht nur neues Know-how, sondern steigerst auch Deine Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt.

Zimmerer bei der Arbeit

Praxiserfahrung und Weiterbildung bringen Dich beruflich voran.

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Damit Du das während Deiner Ausbildung erlernte Know-how verfestigst, ist es jetzt vor allem wichtig, Praxiserfahrung zu sammeln. Längere Auszeiten direkt nach der Ausbildung sind daher nicht empfehlenswert.

Gerade als Berufsanfänger beziehungsweise -anfängerin gibt es viele Arbeits- und Themenbereiche, mit denen Du bisher noch nicht in Berührung gekommen bist und in denen Du Dein Wissen ausbauen oder vertiefen kannst. Um Dich in neue Arbeits- und Themenbereiche einzuarbeiten und Deine Handlungskompetenzen zu erweitern, sind daher neben viel Praxiserfahrung zu Deinem Berufsfeld passende Weiterbildungen von großem Nutzen. 

Auch auf dem Arbeitsmarkt steigerst Du mit Weiterbildungen Deine Attraktivität. Denn je mehr Du weißt und kannst, desto wertvoller bist Du als Arbeitskraft. Dadurch kannst Du Dich auf höhere Positionen bewerben und ein höheres Gehalt verlangen. Und Dein Arbeitgeber kann Dich in neuen Fachgebieten einsetzen, wodurch Dein Arbeitsalltag abwechslungsreich und interessant bleibt. Wenn Du im Rahmen einer sogenannten Aufstiegsfortbildung einen weiterqualifizierenden beruflichen Abschluss wie den Meister oder Techniker erwirbst, hast Du außerdem den Grundstein für eine spätere Selbstständigkeit gelegt.

In vielen Berufen und Branchen, deren Arbeitsalltag stark durch äußere Faktoren beeinflusst wird, sind regelmäßige Weiterbildungen außerdem unerlässlich, um auf dem aktuellsten Stand von wichtigen Entwicklungen zu bleiben. Vor allem in rechtlichen und technischen Bereichen kommt es regelmäßig zu Neuerungen, über die Du informiert sein solltest. Eine sogenannte Anpassungsfortbildung dient dann dazu, Deine beruflichen Qualifikationen zu erhalten, zu erweitern oder der technischen Entwicklung anzupassen.

Gut geplant ist halb gewonnen

Willst Du eine berufliche Weiterbildung beginnen, solltest Du Dir bewusst machen, welche Ziele Du mit der Weiterbildung verfolgst. In welchem Bereich willst Du Dich weiterbilden? Willst Du Dein Wissen vertiefen beziehungsweise auffrischen oder ist es Dir wichtig, einen weiterqualifizierenden Abschluss wie den Meister, Geprüften Fachwirt oder Techniker zu erwerben?

Wenn Du Deine Ziele kennst und Dich für ein Thema entschieden hast, steht als Nächstes die Suche nach einer entsprechenden Maßnahme und einem dazu passenden Kurs an. Ob Seminar, Wochenend-Crashkurs, Fern- oder Abendstudium – Dir stehen zahlreiche Angebote zur Auswahl. Für welches Angebot Du Dich entscheidest, solltest Du nicht nur von den anfallenden Kosten abhängig machen, sondern auch, ob Du den dafür erforderlichen zeitlichen Aufwand tatsächlich leisten kannst.

Unterstützung bei der Realisierung Deiner Weiterbildung bekommst Du auch von gesetzlicher Seite. In 14 Bundesländern haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem Bildungsurlaub einen gesetzlich geregelten Anspruch auf eine berufliche Weiterbildung. Fünf Tage Extra-Urlaub pro Jahr stehen Dir in der Regel hierfür zu. Wie an anderen Urlaubstagen wird Dir Dein Gehalt weitergezahlt. Keinen Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub haben Erwerbstätige in Bayern und Sachsen.

Eine entscheidende Rolle bei der Frage nach der passenden Weiterbildung spielen nicht zuletzt die damit verbundenen Kosten. Deswegen solltest Du rechtzeitig klären, welche konkreten Kosten mit einer Maßnahme verbunden sind und wie Du diese gegebenenfalls finanzieren kannst. Neben einer möglichen Unterstützung durch den Arbeitgeber gibt es mehrere staatliche Förderprogramme, die Du unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen kannst. 

Viele gute Anregungen für Deine weitere Planung gibt Dir eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) entwickelte Checkliste.

Arbeiten und aufsteigen