Ausbildung in zwei Jahren

Duale Ausbildungen dauern meist drei oder dreieinhalb Jahre. Vielen Jugendlichen geht Praxis über alles, Schule und Lernen fällt ihnen schwer. Bei anderen reichen die Noten nicht für die Wunschausbildung. Für beide Fälle gibt es eine Alternative.

Eine junge Dame bedient eine Industriebohrmaschine

In Rekordzeit zum Abschluss: Die Metallverarbeitung ist eine der Branchen, die neben dreijährigen auch zweijährige Ausbildungen anbietet.

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In drei Jahren zum Abschluss – das ist in dualen Ausbildungsberufen die Regel. Es geht aber auch schneller. 26 Ausbildungsberufe führen schon nach zwei Jahren zu einem ersten Abschluss, beispielsweise die Fachkraft für Metalltechnik, die Verkäuferin und der Verkäufer oder die Fachkraft im Gastgewerbe.

Nach zwei Jahren schon im Beruf? Glückwunsch, damit wäre der Einstieg für einige bestimmte Berufe geschafft! Wer nun noch höher hinaus will, hat jetzt gute Chancen, sich in einem darauf aufbauenden Beruf weiterzuqualifizieren – und dabei seine zweijährige Ausbildung voll angerechnet zu kriegen. So kann nach einer Folgeausbildung zum Beispiel aus der Fahrradmonteurin eine Fahrradmechatronikerin werden, aus der Fachkraft für Lederverarbeitung eine Sattlerin oder ein Sattler und aus dem Verkäufer ein Kaufmann im Einzelhandel. Da dies sozusagen in zwei Stufen erreicht wird, ist hier von „gestuften“ Ausbildungen die Rede.

Gute Noten sind nicht alles

Zweijährige Berufsausbildungen sind ein weiteres Türchen für den erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt. Diese weniger theoretischen Ausbildungsgänge sind eine Alternative, für alle, die sich nicht sicher sind, ob sie eine dreijährige Ausbildung schaffen. Voraussetzungen wie z.B. der benötigte Schulabschluss sind meist niedriger. Auch Hürden wie ein bestimmter Notendurchschnitt lassen sich so umgehen. Nach zwei Jahren hat man bereits einen Abschluss und darf in dem Beruf arbeiten, für den man sich entschieden hat. Und einer Fortsetzungsmöglichkeit mit viel Praxiserfahrung steht nichts im Wege. Bei welchen Berufen das geht, regelt die Ausbildungsordnung.

Zweijährige Ausbildungsgänge werden in den unterschiedlichsten Branchen angeboten: Fündig wird man beispielsweise in der Bau- und Textilbranche, dem Handel sowie der Metall- und Elektroindustrie. Auch im Maschinen- und Anlagenbau, im Lager- und Logistikbereich oder im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es dieses Angebot.

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