Ausbildung im Schnelldurchlauf

Abiturientinnen und Abiturienten aufgepasst! Ein höherer Schulabschluss wird auf die Ausbildungsdauer angerechnet. Auszubildende mit Abitur fangen daher nicht bei null an. Das heißt konkret: Sie können die Ausbildung um ein Jahr verkürzen.

Verkürzung der Ausbildungsdauer vertraglich regeln

In der Regel dauert eine duale Ausbildung zwischen drei und dreieinhalb Jahren, in manchen Ausbildungsberufen auch nur zwei Jahre. Wie lange genau, ist für die einzelnen Berufe verbindlich geregelt. Azubi und Ausbildungsbetrieb sollten eine kürzere Ausbildungsdauer aber möglichst frühzeitig, idealerweise bei Abschluss des Ausbildungsvertrages schriftlich festhalten. Wer das versäumt, kann aber auch nachträglich verkürzen. Wichtig ist, den Vertrag entsprechend zu ändern. Zu beachten ist außerdem, dass  für eine kürzere Ausbildungsdauer die Zustimmung des Betriebes erforderlich ist. Die geplante Verkürzung muss übrigens bis spätestens ein Jahr vor Ausbildungsende bei der zuständigen Berufskammer schriftlich beantragt werden.

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich für eine Ausbildung

Laut Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2016 ist der Anteil der Auszubildenden mit Studienberechtigung auf 26 Prozent gestiegen. Mit im Schnitt 21 Jahren sind diese Azubis etwas älter als Azubis mit einem anderen Schulabschluss. Besonders häufig entscheiden sich Abiturienten und Abiturienten für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst. In diesem Bereich wurde rund die Hälfte der neuen Ausbildungsverträge mit ihnen besetzt.  32 Prozent der Azubis mit Studienberechtigung entschieden sich für eine Ausbildung in Industrie und Handel. Die Schlusslichter bilden mit 11 Prozent das Handwerk und mit 2 Prozent der Bereich Hauswirtschaft. Interessant: Immerhin 20 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten entscheiden sich für eine Ausbildung in der Landwirtschaft – Tendenz steigend!

Kaufmännische Berufe ganz vorne

Die Favoriten unter den Ausbildungsberufen sind bei Azubis mit Studienberechtigung die kaufmännischen Ausbildungsberufe. Unter den Top Ten der Ausbildungsberufe dieser Gruppe waren 7 aus dem kaufmännischen Bereich. Den höchsten Anteil an Auszubildenden mit Studienberechtigung weist der Beruf des Bankkaufmanns bzw. der Bankkauffrau auf: 70 Prozent aller Auszubildenden in diesem Beruf waren studienberechtigt, gefolgt vom Beruf „Industriekaufmann/-kauffrau“ mit 66 Prozent. Unter den 10 am stärksten von Abiturientinnen und Abiturienten besetzten Berufe sind drei, die nicht in den kaufmännischen Bereich fallen: der/die Fachinformatiker/-in, der/die Steuerfachangestellte/-r und der/die Hotelfachmann/-fachfrau.

Über die vielfältigen Möglichkeiten und Perspektiven der beruflichen Bildung informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Kampagne „Du + Deine Ausbildung = Praktisch unschlagbar!“ unter www.praktisch-unschlagbar.de

Download zum Pressetext