Anlagenmechanik: Heizung trifft auf High Tech

Immer nur Rohre zusammenstecken? Stimmt nicht! Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) von morgen arbeiten mit hochmoderner Technik und sind vor allem eines: Profis in Sachen Energieeinsparung.

Ein Mann sitzt mit einem Laptop vor Anschlüssen.

Foto: AlexRaths/iStock/Thinkstock

Willst Du wissen, wie man die Technik in einem Gebäude aus der Ferne steuern und überwachen kann? Ab August kannst Du in der modernisierten Berufsausbildung als Anlagenmechanik-Azubi für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) lernen, diese Technik bei Kunden einzubauen und sie ihnen zu erklären. Doch in diesem Beruf erwartet Dich noch viel mehr. 

Niemand will im Winter mit einer kaputten Heizung in der Wohnung sitzen. Auch wenn Wasserrohre undicht sind oder eine Solaranlage aufs Dach soll, dann sind diese Facharbeiter/-innen zur Stelle. Das Aufgabengebiet der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Betriebe ist so breit, dass ihre Arbeit für jeden Haushalt unverzichtbar ist. Dazu gehören die Bereiche Sanitär (also Gas und Wasser), Heizung, Lüftung (auch als Klima bezeichnet) sowie Solartechnik. Doch natürlich spezialisiert man sich auch in diesem Beruf auf bestimmte Aufgabengebiete und das schon während der Ausbildung. Je nach Ausbildungsbetrieb passiert das in der Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik oder im Bereich erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Für viele dieser Arbeiten muss man sich mit Elektrotechnik auskennen.

Haustechnik vernetzen und per App steuern
Die verschiedenen Gebiete der modernen Haustechnik lassen sich immer raffinierter miteinander vernetzen und von unterwegs steuern, was als  „Smart Home-System“ bezeichnet wird. So kann man beispielswiese die Heizungsanlage über Apps kontrollieren. Damit das alles funktioniert, sollen Azubis künftig lernen, wie man die Technik dafür plant, einbaut und sie schließlich dem Hausbesitzer erklärt. 

Auch die Hygiene in Wasser- und Lüftungssystemen wird in der Ausbildung künftig eine noch größere Rolle spielen als bisher. Denn die gesetzlichen Vorschriften sind strenger und die Hygienemöglichkeiten besser geworden. Energiesparen im Haushalt ist ein ganz wichtiges Thema der Zukunft. Heute werden Versorgungssysteme nämlich so konstruiert, dass sie mit erneuerbaren Energiequellen (wie zum Beispiel einer Solaranlage) verbunden werden können. Als Fachkraft baust Du dann zum Beispiel Solaranlagen oder energiesparende Pelletöfen ein, um Energie optimal zu nutzen. 

Handwerk und Kopfarbeit 
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, als Bewerber/-in brauchst Du einen Hauptschulabschluss oder mittlere Reife sowie handwerkliches Geschick. Denn Du arbeitest auch mit Rohren aus Metall und Kunststoff und Blechen. Sehr wichtig ist, dass Du dabei sorgfältig bist – denn stell dir vor, Du würdest mit schlechter Arbeit einen Wasserschaden beim Kunden verursachen… 

Weitere wichtige Voraussetzungen: Du solltest teamfähig, schwindelfrei und belastbar sein. Technisches Verständnis und gutes Wissen in Mathe und Physik sind von Vorteil. Du musst zum Beispiel ausrechnen, wieviel Meter an Rohren für eine Heizungsanlage gebraucht werden und wie sich Flüssigkeiten verhalten. 

Mehr über den Beruf Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

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