Ab ins Abenteuer Ausland

Laura Enders, angehende Industriekauffrau, hat während ihrer Ausbildung ein dreimonatiges Erasmus+-Praktikum in Amsterdam absolviert – und war begeistert. Seitdem macht sie als Botschafterin des Programms anderen Azubis Mut, diesen Schritt zu gehen.

Laura Enders

© Privat

Warum hat sich das Praktikum im Ausland für Dich gelohnt?

Die Zeit in Amsterdam hat mich enorm vorangebracht, beruflich wie persönlich. Ich habe in meinem Praktikumsbetrieb in der Abteilung Credit Management gearbeitet und durfte dort viel Verantwortung übernehmen. Seitdem bin ich selbstbewusster und gehe Herausforderungen lockerer an. Es war auch bereichernd zu sehen, wie die Kollegen und Kolleginnen vor Ort arbeiten. In meinem internationalen Team lief alles auf Englisch ab, meine Sprachkenntnisse habe ich dadurch auch verbessert. Außerdem konnte ich in der Zeit ganz viele Kontakte knüpfen, gerade auch in meiner Unterkunft, einem Hostel. Nicht zuletzt habe ich meine Liebe zu Waffeln und Pfannkuchen entdeckt.

Welchen Rat gibst Du Azubis für ein Auslandspraktikum mit auf den Weg?

Traut Euch! Geht aktiv auf die Menschen vor Ort zu und lernt die Kultur kennen. Seid Euch bewusst, dass Eure Zeit dort begrenzt ist. Wenn Ihr Euch von Anfang an auf das Abenteuer einlasst und aktiv bleibt, könnt Ihr das Beste aus dem Aufenthalt herausholen. Die eigene Komfortzone zu verlassen, lohnt sich.

Du wirbst als EuroApprentice für das europäische Bildungsprogramm Erasmus+. Warum hast Du Dich dazu entschieden?  

Als ich aus Amsterdam zurückkam, hatte mein Ausbildungsunternehmen gerade eine Anfrage von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung erhalten. Sie setzt das Erasmus+-Programm in der beruflichen Bildung um und suchte nach neuen Botschaftern. Da hatte ich total Lust drauf. Ich war so begeistert von meinem Aufenthalt, dass ich diese Erfahrungen einfach mit anderen teilen wollte. Ich möchte jungen Menschen auch die Angst nehmen, eine Zeit lang allein ins Ausland zu gehen. Das ist ja schon ein großer Schritt. Aber ich weiß jetzt: Es ist machbar.

Was sind Deine Aufgaben und Erfahrungen als EuroApprentice?

Ich informiere Azubis und Schüler über die Möglichkeit, während der Ausbildung ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Viele wissen gar nicht, dass es diese Option gibt und dass der Aufenthalt durch Erasmus+ gefördert wird. Meine EuroApprentice-Kolleginnen und ich besuchen Berufsschulen und Ausbildungsmessen, um dort Infomaterial zu verteilen und über unsere Zeit im Ausland zu berichten. Das ist immer wieder eine tolle Erfahrung, genauso wie der Austausch mit EuroApprentices aus anderen Ländern bei internationalen Netzwerktreffen. Wir sind mittlerweile eine richtige Community. Was uns verbindet ist der Wunsch, Azubis den entscheidenden Stups zu geben, damit sie sich auf das Abenteuer Auslandspraktikum einlassen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Weiterführende Informationen: