Ausbildung - so funktioniert's

Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar - Wie läuft eine Ausbildung ab?

Wie läuft eine Ausbildung ab?

Wie läuft eine Ausbildung ab?

zwei junge Frauen mit Schutzkleidung bei der Arbeit in einem Labor
Duale Ausbildung? Theorie und Praxis in einem.
Bild: © thinkstock

Dass Deutschland z. B. eine vergleichsweise geringe Jugendarbeitslosigkeit hat, liegt auch an der einmaligen Kombination von Theorie und Praxis unseres dualen Berufsausbildungssystems, das vereinfacht meist „duale Ausbildung“ genannt wird.

Azubis verbringen hierbei drei bis vier Tage im Ausbildungsbetrieb. Dort sind sie wie jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin in die Betriebsabläufe eingebunden. Die Tätigkeiten im Einzelnen bestimmt die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs.

Ergänzt wird der praktische Ausbildungsteil durch Unterricht in der Berufsschule, der in der Regel ein- bis zweimal pro Woche, manchmal auch als Blockunterricht stattfindet. Auf dem Stundenplan stehen spezifische fachtheoretische Inhalte, aber auch allgemeine Fächer, wie Sport, Politik und Deutsch.

Um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen, müssen Azubis Prüfungen bestehen: in der Regel in der Mitte der Ausbildungszeit und am Ende. Zwischenprüfungen und die Abschlussprüfungen werden vor neutralen Prüferinnen und Prüfern der Berufskammern abgelegt.

Schon während der Ausbildung können Azubis nützliche Kenntnisse erwerben, die über die Mindestinhalte der Berufsausbildung hinausgehen. Zusätzliche Qualifikationen können beispielsweise durch Schweißlizenzen, IT-Führerscheine oder Sprachkurse erworben werden. Wen es in die Ferne zieht, der kann Teile seiner Ausbildung im Ausland absolvieren, soweit der eigene Betrieb zustimmt. Dabei lernt man die Berufspraxis in einem anderen Land kennen, erwirbt Sprachkenntnisse und erweitert seinen kulturellen Horizont.

Unter bestimmten Umständen bzw. bei "berechtigtem Interesse" ist es auch möglich, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren: Das gilt, wenn man ein eigenes Kind hat, einen pflegebedürftigen nahen Verwandten betreuen muss oder wenn man selbst behindert ist, sodass eine Vollzeitausbildung nicht möglich wäre.